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Was kostet eine Hochzeitshomepage? Preise 2026 im Vergleich

Von , Hochzeits-DJ aus Augsburg

Die Preisspanne bei Hochzeitshomepages ist groß: von „kostenlos" bis zu Abos, die über die Planungszeit gerechnet mehr kosten als der Blumenschmuck. Damit ihr vergleichen könnt, was ihr wirklich bezahlt, stehen hier die Preise der bekannten Anbieter, ein Rechenbeispiel über ein Planungsjahr und die versteckten Kosten, nach denen ihr fragen solltet. Ich betreibe mit about2marry selbst einen Anbieter, die Zahlen der anderen habe ich trotzdem so aufgeschrieben, wie sie auf deren Preisseiten stehen.

Die Preise der Anbieter auf einen Blick

Stand 2. September 2026, laut Preisseiten der Anbieter, ohne Gewähr.

AnbieterPreisZahlweiseWas die Gratis-Version kostet
about2marry49 €, optional + 19 € Gästefotoseinmalig beim VeröffentlichenGestalten und Vorschau kostenlos, Veröffentlichen kostet
WeddyBirdBasic 0 €, Premium 69 €, Premium + Domain 89 €einmalig für 12 Monate, keine automatische VerlängerungStandard-Design, 20 Fotos, Zusagen und Passwort enthalten
EHEMOMENTE79 € pro Jahr, 129 € für 2 Jahre, 199 € für 3 Jahre; mit .de-Domain 109 / 179 / 269 €Jahres-Abo mit automatischer Verlängerung oder MehrjahrespaketKein Gästezugriff: eure Gäste sehen die Seite erst im bezahlten Tarif
hzseiteStandard 59 €, Premium mit eigener Domain 119 €einmalig, 18 bzw. 12 Monatekeine Gratis-Version
Jimdo, Wix, Webadorca. 8 bis 11 € pro Monat werbefreiMonats-AboWerbebanner auf eurer Seite, Adresse des Anbieters

Rechenbeispiel: ein Planungsjahr

Eine Hochzeitsseite geht sinnvollerweise mit dem Save the Date online, also sechs bis neun Monate vor der Feier, und bleibt danach noch ein paar Wochen erreichbar. Rechnen wir mit zwölf Monaten Laufzeit, was bei den meisten Paaren hinkommt:

  • Einmalzahlung (about2marry, WeddyBird Premium, hzseite): 49 bis 69 Euro, fertig. Bei hzseite 59 Euro, wobei die 18 Monate Laufzeit hier großzügig sind.
  • Jahres-Abo (EHEMOMENTE): 79 Euro, wenn ihr rechtzeitig kündigt. Verlängert sich das Abo automatisch, weil in den Wochen um die Hochzeit niemand daran denkt, sind es 158 Euro.
  • Allgemeiner Baukasten (Jimdo, Wix, Webador): 8 bis 11 Euro im Monat, über zwölf Monate also rund 100 bis 130 Euro. Dazu kommt euer Wochenende, an dem ihr Zusage-Formular und Gästeliste selbst zusammenbaut.
  • Gratis-Version: 0 Euro, bezahlt mit Werbung, Standard-Design oder fehlendem Gästezugriff. Sobald ihr Zusagen mit Menüwahl braucht, landet ihr fast immer im bezahlten Tarif.

Die Spanne für eine Seite, die eure Gäste wirklich benutzen, liegt also zwischen 49 und rund 160 Euro. Der Unterschied ist kein Funktionsunterschied, sondern ein Modellunterschied: Einmalzahlung oder Abo.

Modell 1: Kostenlos, mit Haken

Kostenlose Baukästen finanzieren sich immer irgendwie. Üblich sind Werbung auf eurer Hochzeitsseite, eine Adresse wie anbieter.com/eure-hochzeit-38291 statt einer eigenen, ein Standard-Design ohne Anpassung oder eine Fotogrenze. Bei EHEMOMENTE ist der Haken größer: In der kostenlosen Version könnt ihr die Seite bauen, aber eure Gäste können sie nicht aufrufen. Für eine schnelle Info-Seite mit Datum und Ort kann eine Gratis-Version reichen. Sobald ihr Zusagen, Menüwahl oder eine Gästeliste sammeln wollt, stoßt ihr fast immer an eine Bezahlschranke, und dann seid ihr oft im Abo.

Modell 2: Das Abo

Jahres-Abos kosten 79 bis 109 Euro, Monats-Abos der allgemeinen Baukästen 8 bis 11 Euro. Klingt überschaubar, rechnet sich aber anders: Aus 10 Euro im Monat werden über ein Planungsjahr schnell 100 bis 130 Euro. Dazu kommt die Kündigungsfalle. In den Wochen um die Hochzeit hat niemand den Kopf, an ein Abo zu denken, und die automatische Verlängerung greift genau dann. Warum ich dieses Modell für die eine Feier im Leben nicht fair finde, steht ausführlicher im Artikel über digitale Hochzeitseinladungen ohne Abo.

Modell 3: Einmal zahlen

Anbieter mit Einmalzahlung liegen zwischen 49 und 119 Euro. Ihr bezahlt einmal, die Seite läuft bis nach der Hochzeit, fertig. Das Modell zwingt den Anbieter zur Ehrlichkeit: Der Preis steht vorher fest, und es gibt keinen Anreiz, euch mit „Premium-Funktionen" nachträglich zur Kasse zu bitten. Achtet auf die Laufzeit: WeddyBird und hzseite rechnen ab Kauf, also zwölf bzw. achtzehn Monate. Wer früh startet, muss eventuell verlängern. Bei about2marry kostet die Seite 49 Euro einmalig, mit allem drin: Zusagen mit Menüwahl und Allergien, Gästeliste, Ablauf, Sitzplan, QR-Code und eigene Adresse. Die Laufzeit endet vier Wochen nach eurer Hochzeit, egal wie früh ihr startet. Einziges Extra ist das optionale Foto-Paket für 19 Euro, mit dem eure Gäste ihre Bilder hochladen.

Die versteckten Kosten, nach denen ihr fragen solltet

  • Eigene Adresse: Ist eine Adresse wie eure-namen.anbieter.de enthalten, oder kostet die Domain extra? Eine eigene .de-Domain schlägt bei den meisten Anbietern mit 20 bis 60 Euro zu Buche und ist für eine Hochzeit unnötig, weil eure Gäste die Adresse nie eintippen.
  • Gästezahl: Manche Tarife deckeln bei 50 Gästen und verlangen dann die nächste Stufe.
  • Laufzeit: Wie lange bleibt die Seite nach der Hochzeit online, und kostet eine Verlängerung? Wer die Seite schon zum Save the Date anlegt, braucht oft mehr als zwölf Monate.
  • Fotos: Gratis-Versionen begrenzen die Galerie, etwa auf 20 Bilder. Gästefotos-Upload ist fast überall ein Zusatzpaket.
  • Datenexport: Bekommt ihr Gästeliste und Zusagen als Excel-Datei heraus, oder sind eure Daten eingesperrt? Die Küche eurer Location will eine Liste, keinen Bildschirm.
  • Datenschutz: Wo liegen die Daten eurer Gäste? Server in der EU sollten selbstverständlich sein, und es sollte eine klare Regel geben, wann die Daten gelöscht werden.

Was eine Hochzeitshomepage euch spart

Gegen die 49 bis 160 Euro steht, was ihr sonst bezahlt: Antwortkarten mit Rückumschlag und Porto kosten bei 80 Gästen schnell 60 bis 100 Euro. Wichtiger ist die Zeit. Ich habe als DJ Paare erlebt, die zwei Wochen vor der Feier noch zwanzig Gästen hinterhertelefoniert haben, weil die Menüwahl fehlte. Eine Seite, auf der die Gäste selbst zusagen und ihr Menü wählen, spart genau diese Wochen. Was so eine Seite alles können muss und wie ihr sie in sieben Schritten baut, steht im Artikel Hochzeitshomepage erstellen.

Meine ehrliche Rechnung

Für eine Seite, die Zusagen sammelt und eure Gäste wirklich entlastet, sind 49 bis 90 Euro einmalig ein realistischer, fairer Rahmen. Alles darüber bezahlt meist das Marketing des Anbieters, alles darunter bezahlt ihr auf anderem Weg. Wie so eine Seite aussieht, seht ihr an unserem durchklickbaren Beispiel, und was nach der Feier mit ihr passiert, im Artikel Wie lange bleibt eine Hochzeitsseite online?

Häufige Fragen

Was kostet eine Hochzeitshomepage im Durchschnitt?

Je nach Modell zwischen 0 und etwa 200 Euro. Kostenlose Angebote finanzieren sich über Werbung oder stark eingeschränkte Funktionen. Anbieter mit Einmalzahlung liegen zwischen 49 und 119 Euro. Jahres-Abos kosten 79 bis 109 Euro und laufen weiter, bis ihr kündigt. Allgemeine Website-Baukästen kosten werbefrei 8 bis 11 Euro im Monat, über ein Planungsjahr also rund 100 bis 130 Euro.

Gibt es gute kostenlose Hochzeitshomepages?

Es gibt kostenlose Angebote, aber sie haben immer einen Haken: Werbung auf eurer Seite, Standard-Design, eine Fotogrenze, oder eure Gäste können die Seite in der Gratis-Version gar nicht aufrufen. Für die eine Feier im Leben lohnt sich der Blick ins Kleingedruckte besonders.

Warum sind Abo-Modelle bei Hochzeitsseiten unpraktisch?

Eine Hochzeitsseite läuft typischerweise 9 bis 15 Monate, von der Einladung bis nach der Feier. Ein Abo läuft weiter, bis ihr kündigt, und genau in den turbulenten Wochen um die Hochzeit denkt niemand ans Kündigen.

Kostet eine eigene Domain für die Hochzeitshomepage extra?

Bei den meisten Anbietern ja, 20 bis 60 Euro. Nötig ist sie nicht: Eure Gäste öffnen die Seite über den QR-Code oder den Link in der Einladung und tippen die Adresse nie ein. Eine Adresse wie eure-namen.anbieter.de reicht völlig.

Was kostet eine Hochzeitshomepage bei about2marry?

49 Euro einmalig, mit allen Funktionen: Ablauf, Zusagen mit Menüwahl und Allergien, Gästeliste, Sitzplan, QR-Code und eigene Adresse. Einziges Extra ist das optionale Gästefotos-Paket für 19 Euro, ebenfalls einmalig. Gestalten ist kostenlos, bezahlt wird erst beim Veröffentlichen.

Über den Autor

Nick Burmeister legt seit über zehn Jahren auf Hochzeiten auf, bisher auf mehr als hundert. about2marry hat er gebaut, weil er jedes Jahr dieselben Pannen sah: ein Ablauf, den niemand kannte, Allergien, die nie in der Küche ankamen, und Gäste ohne die Adresse der Location.

Eure eigene Hochzeitshomepage, in 10 Minuten.

Kostenlos gestalten, erst beim Veröffentlichen zahlen: 49 € einmalig, kein Abo.