Ratgeber · Planung
Die Preisspanne bei Hochzeitshomepages ist groß: von „kostenlos" bis zu Abos, die über die Planungszeit gerechnet mehr kosten als der Blumenschmuck. Damit ihr vergleichen könnt, was ihr wirklich bezahlt, hier die drei üblichen Modelle im Überblick.
Kostenlose Baukästen finanzieren sich immer irgendwie. Üblich sind Werbung auf eurer Hochzeitsseite, eine Adresse wie anbieter.com/eure-hochzeit-38291 statt einer eigenen, stark begrenzte Gästezahlen oder die Auswertung eurer Daten. Für eine schnelle Info-Seite kann das reichen. Sobald ihr Zusagen, Menüwahl oder eine Gästeliste sammeln wollt, stoßt ihr fast immer an eine Bezahlschranke, und dann seid ihr im Abo.
Viele bekannte Anbieter verlangen 8 bis 15 Euro pro Monat. Klingt wenig, rechnet sich aber anders: Eine Hochzeitsseite geht sinnvollerweise mit den Save-the-Date-Nachrichten online, also 9 bis 15 Monate vor der Feier, und bleibt danach noch ein paar Wochen erreichbar. Aus 10 Euro im Monat werden so schnell 100 bis 180 Euro. Dazu kommt die Kündigungsfalle: In den Wochen um die Hochzeit hat niemand den Kopf, an ein Abo zu denken. Warum wir dieses Modell für die eine Feier im Leben nicht fair finden, steht ausführlicher im Artikel über digitale Hochzeitseinladungen ohne Abo.
Anbieter mit Einmalzahlung liegen meist zwischen 40 und 90 Euro. Ihr bezahlt einmal, die Seite läuft bis nach der Hochzeit, fertig. Das Modell zwingt den Anbieter zur Ehrlichkeit: Der Preis steht vorher fest, und es gibt keinen Anreiz, euch mit „Premium-Funktionen" nachträglich zur Kasse zu bitten. Bei about2marry kostet die Seite 49 Euro einmalig, mit allem drin: Zusagen mit Menüwahl und Allergien, Gästeliste, Ablauf, Sitzplan und eigene Adresse. Einziges Extra ist das optionale Foto-Zusatzpaket für 19 Euro, mit dem eure Gäste ihre Bilder hochladen.
Für eine Seite, die Zusagen sammelt und eure Gäste wirklich entlastet, sind 40 bis 90 Euro einmalig ein realistischer, fairer Rahmen. Alles darüber bezahlt meist das Marketing des Anbieters, alles darunter bezahlt ihr auf anderem Weg. Wie so eine Seite aussieht, seht ihr an unserem durchklickbaren Beispiel, und wie ihr sie aufbaut, in der Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Je nach Modell zwischen 0 und etwa 150 Euro. Kostenlose Angebote finanzieren sich über Werbung oder stark eingeschränkte Funktionen. Abo-Modelle liegen meist bei 8 bis 15 Euro im Monat und summieren sich über ein Planungsjahr auf 100 bis 180 Euro. Anbieter mit Einmalzahlung liegen typischerweise zwischen 40 und 90 Euro.
Es gibt kostenlose Angebote, aber sie haben fast immer einen Haken: Werbung auf eurer Seite, keine eigene Adresse, eingeschränkte Gästeverwaltung oder eure Daten als Bezahlung. Für die eine Feier im Leben lohnt sich der Blick auf das Kleingedruckte besonders.
Eine Hochzeitsseite läuft typischerweise 9 bis 15 Monate, von der Einladung bis nach der Feier. Ein Abo läuft weiter, bis ihr kündigt, und genau in den turbulenten Wochen um die Hochzeit denkt niemand ans Kündigen.
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