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Hochzeitshomepage erstellen: Anleitung und Anbieter-Vergleich 2026

Von , Hochzeits-DJ aus Augsburg

Ich habe über hundert Hochzeiten als DJ erlebt, und auf fast jeder kam irgendwann jemand an mein Pult und fragte: Wann gibt es Essen? Wo ist die Feier nach der Trauung? Gibt es einen Shuttle? Diese Fragen hätte eine Hochzeitshomepage beantwortet, bevor sie überhaupt gestellt werden. Hier steht, wie ihr eure eigene erstellt: was auf die Seite gehört, welche Anbieter es gibt und was sie kosten, die sieben Schritte bis zur fertigen Seite und die Fehler, die ich jedes Jahr wieder sehe.

Was eine Hochzeitshomepage leisten muss

Eine Hochzeitshomepage (manche sagen Hochzeitswebsite, andere Hochzeitsseite, gemeint ist dasselbe) ist die eine Adresse, unter der eure Gäste alles finden, was sie für euren Tag wissen müssen. Sie ersetzt nicht die Einladung, sie ergänzt sie um alles, was auf eine Karte nicht passt. Das gehört drauf:

  • Datum und Orte: Trauung, Feier, Sektempfang, jeweils mit Adresse und Karte. Wenn Trauung und Feier an verschiedenen Orten sind, ist das der wichtigste Eintrag der ganzen Seite.
  • Der Ablauf: Wann beginnt die Trauung, wann gibt es Kaffee, wann Abendessen, wann wird getanzt. Nicht minutengenau, aber so, dass Gäste wissen, wann sie wo sein sollen.
  • Zusage-Formular: Gäste sagen zu oder ab, direkt auf der Seite, mit Frist. Das ist der Teil, der euch am meisten Zeit spart.
  • Menüwahl und Allergien: Pro Person, auch für Begleitung und Kinder. Die Küche braucht das drei Wochen vor der Feier als Liste, nicht als Sammlung von WhatsApp-Nachrichten.
  • Häufige Fragen: Dresscode, Parkplätze, Übernachtung, Kinder, Geschenke. Die Fragen, die euch sonst zwanzigmal einzeln erreichen.
  • Kontakt für Rückfragen: Trauzeugen oder Trauzeuginnen mit Telefonnummer, damit am Hochzeitstag nicht das Brautpaar angerufen wird.

Alles Weitere ist nett, aber nicht nötig: Liebesgeschichte, Fotogalerie, Countdown, Wunschliste. Baut die Seite zuerst für die Pflichtpunkte und ergänzt den Rest, wenn ihr Lust habt. Fertige Formulierungen für jede Sektion findet ihr im Artikel Texte für eure Hochzeitsseite.

Drei Wege zur eigenen Hochzeitshomepage

Weg 1: Ein Baukasten speziell für Hochzeiten

Anbieter wie WeddyBird, EHEMOMENTE, hzseite oder about2marry haben genau die Bausteine vorbereitet, die eine Hochzeit braucht: Ablauf, Zusagen, Menüwahl, Gästeliste, QR-Code. Ihr tragt eure Daten ein, wählt ein Design und seid fertig. Das ist für die allermeisten Paare der richtige Weg, weil das Zusage-Formular und die Gästeliste hier von Anfang an zusammenspielen. Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt im Preismodell, im Zugangsschutz und darin, was nach der Hochzeit mit der Seite passiert.

Weg 2: Ein allgemeiner Website-Baukasten

Jimdo, Wix, Webador oder Squarespace haben Hochzeitsvorlagen, sind aber Werkzeuge für Firmenseiten und Portfolios. Ihr bekommt viel Gestaltungsfreiheit und müsst dafür die Hochzeitsfunktionen selbst zusammenbauen: Ein Kontaktformular wird zum Zusage-Formular, eine Tabelle zur Gästeliste, die Menüwahl landet in eurem E-Mail-Postfach. Für Paare, die gern basteln, geht das. Rechnet mit einem Wochenende Arbeit und, sobald die Seite werbefrei sein soll, mit einem Abo ab etwa 8 bis 11 Euro im Monat.

Weg 3: Selbst programmieren oder programmieren lassen

Wer selbst Webseiten baut, braucht diesen Artikel nicht. Alle anderen zahlen bei einer Agentur oder einem Freelancer mehrere hundert bis ein paar tausend Euro für eine Seite, die einen Tag lang gebraucht wird. Das lohnt sich fast nie. Die Ausnahme: sehr große Hochzeiten mit mehreren Sprachen, mehreren Tagen und Gästen aus aller Welt, bei denen die Seite Teil der Gesamtinszenierung ist.

Anbieter im Vergleich

Die Tabelle zeigt die bekannten deutschen Hochzeits-Baukästen und zwei allgemeine Baukästen. Die Preise stammen von den Preisseiten der Anbieter, Stand 2. September 2026, ohne Gewähr. Und ja, about2marry ist meine eigene Seite. Ich habe die anderen trotzdem so beschrieben, wie sie sind, denn ihr merkt es sonst spätestens beim Ausprobieren.

AnbieterPreisModellLaufzeitBesonderheit
about2marry49 €einmalig, alles enthaltenbis 4 Wochen nach der HochzeitZusagen per Namensabgleich, Sitzplan, Einlegekarten mit QR-Code, Server in Deutschland
WeddyBird0 € / 69 € / 89 €einmalig, keine automatische Verlängerung12 Monate ab KaufGratis-Version mit Zusagen und Passwort, aber nur 20 Fotos und Standard-Design
EHEMOMENTE0 € / 79 € pro Jahr / 129 € für 2 JahreJahres-Abo mit automatischer Verlängerung oder Mehrjahrespaket12, 24 oder 36 MonateIn der Gratis-Version können Gäste die Seite nicht aufrufen
hzseite59 € / 119 €einmalig18 Monate (Subdomain) bzw. 12 Monate (eigene Domain)Vorbefüllte Inhalte, passende Druckprodukte
Jimdo, Wix, Webador0 € mit Werbung, sonst ca. 8 bis 11 € pro MonatMonats-Abosolange ihr zahltAllgemeine Baukästen, Zusagen und Menüwahl müsst ihr selbst bauen

Was die Tabelle nicht zeigt: Bei den Gratis-Versionen zahlt ihr auf anderem Weg. WeddyBird Basic zeigt eure Seite im Standard-Design, EHEMOMENTE sperrt in der kostenlosen Version den Gästezugriff, und die allgemeinen Baukästen blenden Werbung ein. Den kompletten Preisvergleich mit Rechenbeispiel über ein Planungsjahr findet ihr im Artikel Was kostet eine Hochzeitshomepage?

Hochzeitshomepage erstellen in sieben Schritten

Die Reihenfolge gilt für jeden Baukasten. Ich beschreibe sie so, wie sie bei about2marry abläuft, weil ich die am besten kenne.

1. Grunddaten und Adresse

Eure Vornamen, das Datum und eine Wunschadresse wie anna-und-max.about2marry.de. Das Datum könnt ihr später ändern, falls es noch nicht feststeht. Mehr braucht es nicht, damit die Seite existiert. Alles Weitere füllt ihr in Etappen, an einem Abend auf dem Sofa oder über mehrere Wochen.

2. Design wählen

Farbwelt, Schrift und Aufbau prägen den ersten Eindruck stärker, als man denkt. Ein guter Baukasten zeigt euch die Vorschau live, und ihr könnt so lange wechseln, bis es passt. Ein Tipp aus Erfahrung: Wählt das Design nach der Einladungskarte, nicht umgekehrt. Wenn Karte und Seite zusammenpassen, wirkt beides durchdacht.

3. Orte und Ablauf eintragen

Trauung, Feier, Sektempfang, Standesamt: jede Station mit Adresse, damit die Karte und der Routenplaner stimmen. Dann der Ablauf als Zeitstrahl. Wie ihr den Tag realistisch taktet und wo die Puffer hingehören, steht in der Zeitplan-Vorlage. Der Ablauf auf der Seite darf grob bleiben, denn ihr könnt ihn jederzeit ändern, und alle Gäste sehen sofort die neue Fassung.

4. Fragen beantworten, bevor sie gestellt werden

Dresscode, Parken, Übernachtung, Kinder, Geschenke, Fotos während der Trauung. Schreibt die Antworten so, wie ihr sie einer Freundin am Telefon geben würdet. Je konkreter, desto weniger Rückfragen: „Festlich, aber die Feier ist im Garten, also lieber keine Stöckelschuhe" erspart euch zehn Nachrichten.

5. Gästeliste anlegen und Zugang schützen

Importiert eure Gästeliste aus Excel oder tragt die Namen ein, jedes Kind und jede Begleitung mit eigenem Namen. Dann legt ihr einen Zugangscode fest, der mit auf die Einladung kommt. So bleibt die Seite privat, ohne dass sich jemand registrieren muss. Welche Variante der Gästeliste zu euch passt, vergleicht der Artikel Digitale Gästeliste für die Hochzeit.

6. Zusage-Formular einrichten

Zusage oder Absage, Menüwahl, Allergien, Begleitung, Kinder. Mehr nicht, denn jedes weitere Feld senkt die Antwortquote. Setzt eine Frist, 4 bis 6 Wochen vor der Feier, und plant die Erinnerung gleich mit ein. Bei about2marry gleicht die Seite den eingetippten Namen mit eurer Gästeliste ab, sodass nur eingeladene Personen antworten können und ihr keinen Einzelcode pro Gast verteilen müsst. Alles zu Frist, Erinnerung und Datenschutz steht im Artikel RSVP online.

7. Veröffentlichen und den QR-Code auf die Einladung

Erst wenn alles passt, geht die Seite live. Bei about2marry zahlt ihr genau in diesem Moment, vorher nicht. Danach druckt ihr den QR-Code auf die Einladungskarte oder legt die fertigen Einlegekarten mit Code und Zugangscode bei. Welche Größe der Code braucht und wie ihr ihn vor dem Druck testet, erklärt der Artikel QR-Code auf der Hochzeitseinladung. Wer digital einlädt, verschickt stattdessen den Link. Wie das ohne Abo geht, steht im Artikel Digitale Hochzeitseinladung ohne Abo.

Wann die Seite online gehen sollte

Spätestens mit der Einladung, also drei bis vier Monate vor der Feier. Besser ist ein früherer Start: Legt die Seite mit den Basisinfos schon zum Save the Date an, sechs bis neun Monate vorher. Dann können Gäste, die früh Hotels buchen oder Urlaub einreichen müssen, das sofort tun, und ihr füllt die Seite in Ruhe weiter. Wann und wie ihr das Save the Date verschickt, steht im Artikel Save the Date digital verschicken.

Die Fehler, die ich als DJ jedes Jahr sehe

  • Der Ablauf steht nur im Kopf des Paares. Dann fragen Gäste den DJ, den Fotografen und die Trauzeugen, und jeder sagt etwas anderes. Der Ablauf gehört auf die Seite, auch wenn er sich noch ändert.
  • Allergien kommen nie in der Küche an. Weil sie per WhatsApp gesammelt und dann vergessen wurden. Fragt sie im Zusage-Formular ab und gebt der Location den Export.
  • Kinder und Begleitung fehlen in der Liste. „Familie Meier, 4 Personen" hilft weder dem Sitzplan noch der Menüwahl. Jede Person mit Namen.
  • Kein Zugangsschutz. Wer den Link kennt oder die Adresse errät, liest Adressen und Namen mit. Ein Zugangscode kostet euch eine Zeile auf der Einladung.
  • Die Seite geht zu spät online. Wenn die Einladung schon draußen ist und die Seite noch leer, fragen die Gäste trotzdem, nur eben euch.
  • Zu viel auf der Seite. Zwanzig Fotos, ein Countdown, drei Absätze Liebesgeschichte, und die Adresse der Location steht ganz unten. Erst die Pflicht, dann die Kür.

Datenschutz und Zugangsschutz

Auf eurer Hochzeitshomepage stehen Namen, Adressen, Menüwünsche und bei Allergien sogar Gesundheitsdaten eurer Gäste. Drei Dinge sollte jeder Anbieter erfüllen: Server in der EU, ein Zugangsschutz, der die Seite auch für Suchmaschinen sperrt, und eine klare Regel, wann die Daten wieder gelöscht werden. Fragt beim Vergleich danach, denn im Prospekt steht es selten. Bei about2marry läuft die Seite auf einem Server in Deutschland, ist nur mit dem Zugangscode sichtbar und wird vier Wochen nach der Hochzeit mit allen Daten gelöscht.

Was nach der Hochzeit passiert

Eine Hochzeitshomepage hat einen klaren Lebenszyklus. Nach der Feier braucht sie niemand mehr, aber die Daten eurer Gäste sind noch drauf. Manche Anbieter lassen die Seite laufen, bis ihr kündigt, andere schalten sie nach Ablauf auf eine eingeschränkte Version um. Ich halte eine automatische Löschung mit Vorwarnung für die sauberste Lösung: Ihr sichert Gästeliste und Fotos, danach ist alles weg. Wie das im Detail abläuft, steht im Artikel Wie lange bleibt eine Hochzeitsseite online?

Ausprobieren, bevor ihr euch entscheidet

Der beste Vergleich ist, eine Seite tatsächlich anzulegen. Bei about2marry gestaltet ihr die komplette Seite kostenlos und zahlt erst beim Veröffentlichen. Wie eine fertige Hochzeitshomepage aussieht, mit Ablauf, Zusagen und Menüwahl, seht ihr am durchklickbaren Beispiel. Wenn ihr danach lieber einen anderen Anbieter nehmt, ist das in Ordnung. Hauptsache, eure Gäste finden die Location.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, eine Hochzeitshomepage zu erstellen?

Mit einem Baukasten für Hochzeiten steht die Grundseite in 10 bis 20 Minuten: Namen, Datum, Ort, ein Design. Ablauf, Menü und Gästeliste ergänzt ihr danach in Etappen. Mit einem allgemeinen Website-Baukasten wie Jimdo oder Wix rechnet lieber mit einem Wochenende, weil ihr Zusagen und Menüwahl dort selbst zusammenbauen müsst.

Was kostet eine Hochzeitshomepage?

Zwischen 0 und rund 200 Euro. Kostenlose Varianten haben Werbung, keinen Gästezugriff oder stark beschränkte Funktionen. Anbieter mit Einmalzahlung liegen zwischen 49 und 119 Euro, Abos bei 79 bis 109 Euro pro Jahr. Stand September 2026.

Braucht man für eine Hochzeitshomepage eine eigene Domain?

Nein. Eine Adresse wie anna-und-max.about2marry.de reicht, weil eure Gäste den Link ohnehin über den QR-Code oder aus der Einladung öffnen und ihn nie eintippen. Eine eigene .de-Domain kostet bei den meisten Anbietern 20 bis 60 Euro extra und bringt für eine Feier keinen Vorteil.

Sollte die Hochzeitshomepage passwortgeschützt sein?

Ja. Auf der Seite stehen Adressen, Uhrzeiten und die Namen eurer Gäste. Ein Zugangscode auf der Einladung hält die Seite privat, ohne dass sich jemand registrieren muss. Achtet darauf, dass die Seite auch für Suchmaschinen gesperrt ist, nicht nur mit einem Passwort versehen.

Wann sollte die Hochzeitshomepage online gehen?

Spätestens mit der Einladung, also 3 bis 4 Monate vor der Feier. Besser schon zum Save the Date 6 bis 9 Monate vorher, mit den Basisinfos. Dann könnt ihr die Seite nach und nach füllen, und eure Gäste sehen immer den aktuellen Stand.

Über den Autor

Nick Burmeister legt seit über zehn Jahren auf Hochzeiten auf, bisher auf mehr als hundert. about2marry hat er gebaut, weil er jedes Jahr dieselben Pannen sah: ein Ablauf, den niemand kannte, Allergien, die nie in der Küche ankamen, und Gäste ohne die Adresse der Location.

Eure eigene Hochzeitshomepage, in 10 Minuten.

Kostenlos gestalten, erst beim Veröffentlichen zahlen: 49 € einmalig, kein Abo.