Von Nick Burmeister, Hochzeits-DJ aus Augsburg
Die Geschenkefrage ist für die meisten Paare der unangenehmste Programmpunkt der Hochzeitsseite. Zu direkt wirkt gierig, zu vage bringt am Ende drei Toaster. Eine Wunschliste löst beides, wenn sie richtig aufgesetzt ist. Hier steht, wie das geht.
Ohne Liste bleibt Gästen nur Raten oder Nachfragen bei den Trauzeugen, und am Ende stehen drei Espressomaschinen im Flur. Eine Wunschliste macht aus dem Raten eine gemeinsame Übersicht: Ihr tragt ein, was ihr euch wünscht, Gäste sehen die Liste, wählen etwas aus, und der Wunsch verschwindet für alle anderen. Niemand muss fragen, niemand schenkt versehentlich doppelt.
Wenn ihr lieber Geld als Gegenstände möchtet, entscheidet der Ton, wie es ankommt. Weitere Formulierungen für Begrüßung, Zusage und Dresscode stehen im Artikel Texte für eure Hochzeitsseite, hier die drei gängigsten für die Geschenkefrage:
Physische Gästebücher mit Geschenkideen oder eine Liste beim Geschäft vor Ort kennt noch jede Generation, sind aber unpraktisch für Gäste, die weiter weg wohnen oder online bestellen. Eine digitale Wunschliste auf eurer Hochzeitsseite ist für alle erreichbar, aktualisiert sich sofort, wenn ein Wunsch vergeben ist, und lässt sich bequem vom Sofa aus durchstöbern, egal ob eine Woche oder einen Tag vor der Feier.
Ihr tragt eure Wünsche mit Bild, Beschreibung und optionalem Link ein, Gäste übernehmen sie mit ihrem Namen, und die Liste aktualisiert sich für alle sofort. Wer was schenkt, bleibt eure Überraschung, denn nur ihr seht, welcher Gast welchen Wunsch reserviert hat. Die Wunschliste ist einer von 15 Bausteinen im Baukasten, den kompletten Überblick gibt die Anleitung Hochzeitshomepage erstellen.
Nein, im Gegenteil: Viele Gäste sind froh über eine konkrete Idee, weil die Suche nach einem passenden Geschenk sonst schnell zur Last wird. Wichtig ist nur der Ton, mit dem ihr sie ankündigt.
Gäste tragen sich mit ihrem Namen bei dem Wunsch ein, den sie übernehmen. Der Eintrag verschwindet danach von der Liste oder wird als vergeben markiert, sodass die nächste Person automatisch einen anderen Wunsch sieht.
Ja, viele Paare mischen beides: ein paar konkrete Wünsche für Gäste, die lieber ein Paket schenken, und einen Baustein für die Flitterwochen oder eine größere Anschaffung, an dem sich mehrere Gäste beteiligen können.
Über den Autor
Nick Burmeister legt seit über zehn Jahren auf Hochzeiten auf, bisher auf mehr als hundert. about2marry hat er gebaut, weil er jedes Jahr dieselben Pannen sah: ein Ablauf, den niemand kannte, Allergien, die nie in der Küche ankamen, und Gäste ohne die Adresse der Location.
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